Reviews
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Pimf – “Alt & Jung” Single EP
15. Mai 2013 | Fabian FornellNachdem wir euch gestern bereits das Video zum Song “Alt & Jung” von Pimf vorstellten, gibt es heute die passende EP dazu. Die 4 Track starke Single beinhaltet neben dem Original Song noch 3 Remixe. Produziert haben hierfür Creepa, Cris Balloo und Taifun Beats. Inhaltlich bleibt es bei eben jenem Text, der die Entwicklung des Alters beschreibt.
Die Beats variieren und so findet sich das ein oder andere interessante Stück. Die zwei besten Produktionen stammen von Creepa, jener sowohl das Original des Stückes als auch den zweiten Remix produziert hat.
Die “Creepa Remix Version” entfernt sich vom ruhigen, verträumten Original und gibt dem ganzen einen angenehmen, schnellen und druckvollen Sound. Die eingespielten Stimmen vermitteln auf eine eigene Art einen langen Weg, auch dies passt Inhaltlich sehr zur lyrisch wiedergegebenen Lebensgeschichte.
Produzent Cris Balloo verlegt den Schwerpunkt des Liedes auf eine leichtere, und freundlichere Ebene. Die gesetzten Elemente, die aus dem “Untergrund” immer deutlicher ihren Weg an die Oberfläche finden, zeichnen das Bild des Aufstiegs zu etwas größerem. Der verschwommene Sound ähnelt dem aufprallen von Wasser und “erfrischt” damit überraschend gut.
Der letzte und vierte Remix, produziert von Taifun Beats, hat es in sich. Eine hallende Gitarre, ein druckvoller Bass, gut gesetzte “Kicks” und eine Art “rasselnder” Sound geben dem Stück ein unglaubliches Ambiente. Besonders der Einsatz von Streichern kommt unerwartet aber eben jener Abschnitt hat etwas königliches und atmosphärisches.
Insgesamt ist die “Alt & Jung” Single EP ein gelungenes Werk, welches durch seine Produktionsvielfalt einsame Stunden musikalisch zu überbrücken vermag.
Downloaden könnt ihr diese hier.
Wer möchte, kann Pimf unterstützen. Den Original Song plus 3 Remix Versionen bekommt ihr gratis, auf der verlinkten Seite findet sich ein “Spenden” Button. Wie ihr dies macht erklärt sich nach dem ausführen der Aktion, ob ihr einen kleinen Geldbetrag hinterlasst ist euch aber frei gestellt.
Die Trackliste:
01. Alt & Jung (Creepa Original)
02. Alt & Jung (Creepa Remix)
03. Alt & Jung (Cris Ballo Remix)
04. Alt & Jung (Taifun Beats Remix)
Chakuza – Magnolia (Review)
13. März 2013 | Fabio JungChakuza veröffentlicht Magnolia. Alle hören Magnolia. Alle reden über Magnolia. Und auch wir haben es gehört und schreiben jetzt darüber. Wir hatten intern viele verschiedene Meinungen, aber ich denke so wurde es ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Ausführliche Review findet ihr weiter unten, geschrieben von Fabio. [Robin]
Review: Chakuza – Magnolia
Egal wo man sich im Deutschrap umhört, überall liest und hört man Magnolia. Es ist das bahnbrechendste Soloalbum von Chakuza, der nun endlich angekommen scheint. Der Weg zu seinem neuen Style war lang, denn das letzte Soloalbum Monster in mir erschien immerhin vor drei Jahren.
Wirft man einen Blick auf die Trackliste, so fällt auf, dass nur ein Feature auf dem Album vertreten ist. Den Gastbeitrag leistete kein Geringerer als Sebastian Madsen von der Band Madsen. Hiermit setzt Chakuza klar ein Zeichen, dass er sich von seinem alten „Straßenrap“ endgültig verabschiedet hat.
Soundtrack des Lebens – Soundcheck daneben
Eine symptomatische Line, die die Stimmung des ganzen Albums beschreibt. Denn mit Magnolia findet man den „ehrlichsten Chakuza überhaupt“, der vor Selbstreflexion und ernster Miene nur strotzt. Proletenrap war einmal. Doch hier beweist er, dass guter Rap nicht zwingend vollgespickt mit Punchlines sein muss. Schon der erste Song „Ich lauf“, den viele von YouTube kennen, beweist dies. Ein melodischer Girtarrenbeat passt eben genauso gut zur wahrscheinlich rauesten Stimme im Deutschrap wie die altbekannten Violinenbeats zur EGJ Zeit. Wem Chakuza schon länger bekannt ist, wird gerade in diesem Song merken, dass er das Rad nicht gänzlich neu erfunden hat. Was aber auch nicht als negativer Punkt gesehen werden darf. Denn die Lyrics vieler Songs von ihm wurden schon seit Anbeginn seiner Karriere von Vielen als düster und melancholisch bezeichnet. Gerade in seinem zweiten Song „Kopf unter Wasser“ fällt dies dem geübten Gehör schnell auf. Allerdings bemerkt man spätestens hier, dass sich der typische Beatlefield Sound verändert hat. Ein großer Faktor dafür war Caspers Album „XOXO“. DJ Stickle und Steddy waren damals für die Produktion zuständig und sind dabei soundtechnisch über sich hinausgewachsen und haben währenddessen vieles dazugelernt. Chakuza selbst hat keinen einzigen Beat zu Magnolia hinzugesteuert, da er seiner Meinung nach ausschließlich reine Hip Hop Beats bauen kann. Wer sich ein Bild davon machen möchte, kann sich die Songs „Traurig aber wahr“ feat. Shack und „Zwischen Raum und Zeit“ feat. Marsimoto von Haftbefehls Album „Blockplatin“ anhören.
In der Gegenwart bin ich zufrieden – ziemlich schräge Sache
Hört man sich Magnolia genauer an bemerkt man, dass das Album zum Großteil sehr nachdenklich wirkt. Zwischen vielen deepen Songs erscheinen positive, die einen kleinen Lichtblick im Leben symbolisieren könnten. Jedoch nimmt die positive Atmosphäre gegen Ende die Überhand. Man merkt deutlich, dass er am Ende des Albums mit sich ins Reine gekommen ist und sein neues Label „Four Music“ ein weitaus besseres Arbeitsklima als EGJ bietet.
Raptechnisch hat sich Chakuza durchaus verbessert. Es existieren keine Zweckreime, welche noch bei „Monster in mir“ kritisiert wurden. Dennoch ist Magnolia nicht das Nonplusultra, wie es von Vielen bereits im Vorfeld angepriesen wurde. Der neue Style ist könnte für den alteingesessenen Chakuza Fan á la „Ich Komme“ schon ein wenig zu eintönig sein. Wer allerdings schon die deepen Tracks gefeiert hat, der wird mit Magnolia sicher seinen Spaß haben.
Das Album ist lyrisch sicher eines der Besten von ihm. Allerdings entsteht durch die durchgehende Melancholie eine gewisse Eintönigkeit. Hier wären ein paar positive Songs wünschenswert. Dennoch hat Chakuza sich raptechnisch ein weiteres Mal weiterentwickelt und beweist eindrucksvoll, dass er zum erfolgreichstem Label Deutschlands gehörte.
Hier das Video zur Singleauskopplung zu „Ich lauf“:
Rec-Z – Kolibri (Albumreview)
17. Januar 2013 | Robin Baltruschat 2Rec-Z, ein Name den viele kennen – aber sicher nicht genug. Vom VBT – Image gelöst, gereift und musikalisch Cleverer geworden releast er sein erstes Soloalbum “Kolibri“. Wir haben das gute Stück im Voraus bekommen und uns einen Eindruck gemacht.
Der erste Track ist nicht etwa ein Standard “Jetzt Kommt Mein Album”-geprolle sondern ein mächtig hallendes Instrumental von SiRo in das einige Textzeilen gecuttet wurden die einen kleinen Einblick in die Vergangenheit bieten. Ein guter Einstieg, der gut in das Album leitet und gespannt auf mehr macht. Weiterlesen
EYESLOW, BITCH !!!
19. November 2012 | GuidoDer Name Eyeslow spricht für sich. Für diejenigen die sie noch nicht kennen : Ich werde probieren euch so ausführlich wie möglich die EYESLOW Crew, welche aus 3 jungen Rappern besteht – eRRdeKa, Janisis und Big B – vorzustellen(dabei natürlich von der Musik beglitten). Die Gründung der EYESLOW Crew, welche aus Augsburg kommt, basiert darauf, dass eRRdeKa bereits seit einigen Jahren rappte und auch einige Alben und EP’s veröffentlichte. Big B und Janisis haben bisher noch keine eigenen Alben veröffentlicht. Weiterlesen
JanniX – Meine kleine Welt 2 (Review)
15. September 2012 | M8-Rapblog Team 2Am 1.10 wird die Musik-Welt um eine weitere EP, zum kostenlosen Download, reicher. Der Artist “JanniX” released seine EP “Meine kleine Welt 2“. Ein paar werden Ihn kennen durch die VideoBattleTurnier Reihe oder aus der rappers.in Playlist. Ein junger Mann in Bielefeld lebend und ein besonderes Merkmal, dass lispeln. Viele können es nicht leiden, andere schon. Neutral gesagt erzeugt das lispeln bei seinen Tracks etwas einzigartiges, es passt zum Gesamtbild.
Gehen wir mal über und drücken auf Play. Beginnen werden wir mit dem üblichen Intro. Auf seiner EP wird es unter dem Vorwort betitelt. Weiterlesen
Freunde von Niemand – Willkommen im Niemandsland (Review)
3. September 2012 | M8-Rapblog Team 1Auf ihrem ersten Sampler heissen die Freunde von Niemand in voller Besetzung “Willkommen im Niemandsland“, die Anti-Haltung dürfte mitlerweile jedem Bekannt sein und auch das Cover läd förmlich zu pathetischer und melancholischer Stimmung ein.
Die Anti-Hipster Diskussionen (Hey, was hängt denn da auf dem Cover von einem Baum?), viele Videoauskopplungen schon vor Release sowie einige Freetracks und belustigende Interviews im Vorraus ließen die Erwartungen bei manchen sehr hoch steigen, werden diese mit dem Sampler erfüllt? Weiterlesen
Kool Savas – Aura (Review)
14. Mai 2012 | M8-Rapblog Team 14 Jahre, 4 Buchstaben, ein Album: Aura. Am 11.11.2011 erschien Kool Savas Album Aura, das nach mehr als 4 Jahren das erste Studioalbum des selbstgekrönten King of Rap ist. Aufgenommen wurde das, laut ihm, persönlichste Album in der Hip Hop Hauptstadt Heidelberg und Konstanz, letzteres übrigens die Heimat seines DJ’s – Ja, das ist nennenswert.
Das Interlude vereint nicht nur klassische Hip Hop Beats, sondern auch einen weiteren Teilbereich des Hip Hops: DJing. Wer Ahnung von Djing hat, wird schon nach ein paar Sekunden merken, dass die Vocals mit vielen Breaks gescratched sind. Wer keinerlei Ahnung von dem Spiel mit den zwei Turntables hat, dem wird wohl das was alle mit DJing verbinden, nämlich das Scratchen, gefallen und vor allem der Übergang von Interlude zum Intro/Der letzte meiner Gattung auffallen, welcher gut getroffen wurde und den Übergang zu einem angenehmen Einstieg in das Album schafft. Weiterlesen
GENETIKK – Voodoozirkus (Review)
22. März 2012 | M8-Rapblog TeamGenetikk eröffnet den Voodoozirkus! Rapper Karuzo und Produzent Sikk, welche erst kürzlich von Selfmade Records gesignt wurden, starten ihre Show in Form des Intros “Bananas & Cash” mit dem Versprechen: “Ihr habt vergessen was Rap ist? Ich zeig euch was Rap ist!” – Ein gewagtes Versprechen…
Dass jeder richtige HipHop-Fan nur Sekunden danach zum Kopfnicken verleitet wird, liegt sowohl am genialen Beat, der an die guten Rapzeiten Ende der 90er erinnert, als auch an den darauf passenden Flow. Mit Lines wie: “Kreuzt die Finger für ein G, geht nicht, gibt’s nicht…” macht Rapper Karuzo sofort seinen Standpunkt klar: Cooler Flow, Texte nach der “Ich hab die dicksten Eier”-Formel, aber dennoch ein gesunder Schuss von Ironie und Humor, was alles sehr lustig und genial statt überheblich wirken lässt. Weiterlesen
Vega – Vincent (Review)
21. Januar 2012 | M8-Rapblog TeamFreitag der 13. Januar 2012: Für viele ein Pechtag, doch vielleicht für einen Frankfurter Rapper der Glückstag. Nachdem sein Album Vincent nach dem vergangenen Wochenende auf Platz 2 der Trendchats, nur knapp hinter Marsimoto, landete, motivieren nun Freunde, Labelkollegen und schließlich auch er selbst weiterhin die Massen, sein Album zu kaufen. Die Rede ist natürlich vom deutsch-italiener Vega.
Sein Album beginnt schon mit einer ganz klaren Aussage: Vincent Ist Da. Ein
gelungener Beginn in das Album, auf das viele Anhänger des Frankfurters lange gewartet haben und, dass ganz klar zeigt, was auf den Hörer zu kommt, denn „dieses Album baut nicht auf, es zerstört die Charts“. Auf jeden Fall ein vielversprechender Einstieg, der den typischen Straßenrapelementen gerecht wird: harte Worte, aggressiver Tonfall und Erwähnung nennenswerter Lebensbereiche. Meiner Meinung nach ist dieser Track zwar ein perfekter Anfang für ein Album, welches aus Frankfurt kommt, aber rückblickend gesehen nicht für dieses Album. Es hätte eher zu „Lieber bleib ich broke“ gepasst. Weiterlesen
Fard – Invictus (Review)
2. Dezember 2011 | M8-Rapblog TeamAm 04.11 veröffentlichte der Ruhrpotter Fard sein Album „Invictus“ . Mit seinem letzten Album „Alter Ego“ ist er auf Platz 66 der deutschen Albumcharts eingestiegen. Diesen Erfolg will er bei seinem aktuellen Album wiederholen und sich sogar noch verbessern.
Einige Tage vor Release durften wir ihn zu einem Interview treffen. Im Rahmen einer Autogrammstunde in Bochum (http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=zHqKTHXfnZU&list=PLE86B94F25D95E400) hat er uns Rede und Antwort gestanden. Dort machte der Iraner auf uns einen sehr gelassenen Eindruck und kümmerte sich herzlich um seine Fans, welche mehrere Stunden im Regen auf ein Autogramm von ihrem Star warteten.
Das Album „Invictus“ ist als normale Version, Premium, sowie Limited Edition käuflich zu erwerben.
Über das gesamte Album hinweg finden sich Geschichten aus seiner Kindheit und die Entwicklung zum Rap. Weiterlesen